Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze fleckweise Fell verliert, könnten Flöhe und Zecken die versteckte Ursache sein. Alopezie – der medizinische Fachbegriff für Haarausfall bei Tieren – ist eine der häufigsten Folgen unbehandelter Parasitenbefall. Wer den Zusammenhang zwischen diesen beißenden Schädlingen und dem dünner werdenden Fell seines Tieres versteht, hat den ersten Schritt getan, um gesunde Haut und ein gesundes Fell wiederherzustellen.
Was ist Alopezie bei Tieren?
Alopezie bedeutet schlicht und einfach abnormalen Haarausfall. Sie kann sich als kleine kahle Stellen, als flächendeckende Ausdünnung des Fells oder als großflächig freiliegende Haut zeigen. Viele Erkrankungen können sie auslösen – von Hormonstörungen bis hin zu Allergien – doch äußere Parasiten wie Flöhe und Zecken gehören zu den häufigsten Ursachen.
Der Haarausfall selbst ist selten das eigentliche Problem. Er ist vielmehr ein sichtbares Symptom für die zugrundeliegende Reizung, Entzündung oder Infektion, die durch Parasiten entsteht, die sich von der Haut Ihres Tieres ernähren. Um das Nachwachsen des Fells zu ermöglichen, ist es unbedingt erforderlich, die eigentliche Ursache zu bekämpfen.
Wie Flöhe Haarausfall verursachen
Flöhe sorgen für weit mehr als nur lästigen Juckreiz. Beim Biss eines Flohes werden Proteine enthaltende Speichelsubstanzen injiziert, auf die viele Hunde und Katzen überempfindlich reagieren. Diese Reaktion wird als Flohspeichel-Allergie-Dermatitis (FAD) bezeichnet und ist die mit Abstand häufigste parasitenbedingte Ursache von Alopezie.
Bereits wenige Flohbisse können bei einem empfindlichen Tier eine heftige allergische Reaktion auslösen. Der daraus resultierende Juckreiz führt zu unaufhörlichem Kratzen, Beißen und Lecken – vor allem an der Schwanzwurzel, dem unteren Rücken, den inneren Oberschenkeln und dem Bauch. Im Laufe der Zeit brechen durch diese Selbsttraumatisierung die Haarschäfte, und die Haarfollikel werden geschädigt, sodass deutlich sichtbare kahle Stellen entstehen.
In der geschädigten Haut entwickeln sich häufig bakterielle Sekundärinfektionen oder Hefepilzinfektionen, die die Entzündung verschlimmern und die kahlen Stellen vergrößern. Ohne wirksamen Floh- und Zeckenschutz wiederholt sich dieser Kreislauf jedes Mal, wenn neue Flöhe Ihr Tier befallen.
Zecken und Alopezie: Der oft übersehene Zusammenhang
Zecken sind vor allem für die Übertragung schwerer Krankheiten bekannt, doch ihre Rolle bei Haarausfall wird häufig unterschätzt. Wenn eine Zecke sich festbeißt und saugt, entsteht eine kleine Wunde, die sich entzünden und infizieren kann. Das umliegende Fell kann rund um die Bissstelle in einem kreisförmigen Bereich ausfallen.
Bei starkem Zeckenbefall können Dutzende solcher lokaler kahler Stellen am ganzen Körper eines Tieres auftreten. Manche Tiere entwickeln zudem eine ausgeprägtere Entzündungsreaktion der Haut auf den Zeckenspeichel, die zu einem weit verbreiteten Ausdünnen des Fells führt. Bestimmte durch Zecken übertragene Krankheiten selbst können ebenfalls zu schlechter Fellqualität und verstärktem Haarausfall beitragen, da das Immunsystem des Tieres geschwächt wird.
Schnelltipp: Fahren Sie mindestens einmal pro Woche mit den Händen über den gesamten Körper Ihres Tieres. Das Ertasten kleiner Beulen oder rauer Stellen hilft Ihnen, Zecken und frühe Anzeichen von Haarausfall zu erkennen, bevor sie sich zu größeren Problemen entwickeln.
Anzeichen, dass der Haarausfall Ihres Tieres parasitenbedingt ist
Nicht jede Alopezie deutet auf Flöhe oder Zecken hin. Wer weiß, worauf er achten muss, kann schnell handeln. Parasitenbedingter Haarausfall weist in der Regel einige typische Merkmale auf.
- Lage: Kahle Stellen, die sich auf dem unteren Rücken, der Schwanzwurzel, dem Bauch und den inneren Beinen konzentrieren, deuten stark auf Flöhe hin. Verstreute kleine Kreise können auf Zeckenbisse hinweisen.
- Juckreiz: Wenn Ihr Tier die betroffenen Stellen ständig kratzt, beißt oder leckt, sind Parasiten als Auslöser wahrscheinlich. Nichtparasitäre Alopezie ist häufig ohne Juckreiz.
- Sichtbare Hinweise: Flohkot (winzige schwarze Krümel) im Fell, beim Bürsten entdeckte lebende Flöhe oder eingebissene Zecken bestätigen das Vorhandensein von Parasiten.
- Gerötete oder aufgescheuerte Haut: Entzündungen, Krusten, Hot Spots oder nässende Stellen rund um die kahlen Bereiche weisen auf eine aktive allergische oder infektiöse Reaktion hin.
Wenn Sie eine Kombination dieser Anzeichen bemerken, sollte die sofortige Einleitung eines zuverlässigen Parasitenvorbeugeprogramms oberste Priorität haben.
Behandlung und Vorbeugung parasitenbedingter Alopezie
Die wirksamste Methode, um floh- und zeckenbedingten Haarausfall zu stoppen, besteht darin, die Parasiten zu beseitigen und ihr Wiederkehren zu verhindern. Eine ganzjährige Vorbeugung ist entscheidend, da Flöhe und Zecken je nach Witterungsbedingungen in jeder Jahreszeit aktiv sein können.
Topische Spot-on-Präparate und orale Kautabletten sind die zwei beliebtesten Optionen. Topische Lösungen, wie sie in unserem Floh- und Zeckenbehandlungssortiment zu finden sind, töten adulte Parasiten beim Kontakt ab und bieten anhaltenden Schutz. Orale Präventivmittel wirken systemisch und töten Flöhe und Zecken beim Biss ab. Beide Ansätze unterbrechen den Befallskreislauf und geben der geschädigten Haut Zeit zur Heilung.
Während die Parasitenbekämpfung die Ursache angeht, hilft die Pflege der geschädigten Haut, die Heilung zu beschleunigen. Sanfte medizinische Shampoos können Juckreiz lindern und die Bakterienlast reduzieren. Eine ausgewogene Ernährung Ihres Tieres, reich an Omega-Fettsäuren, unterstützt zudem das Nachwachsen des Fells von innen heraus.
Vergessen Sie auch die Umgebung nicht. Das Waschen von Bettzeug bei hohen Temperaturen, gründliches Staubsaugen und die Behandlung der Wohnbereiche helfen dabei, Flohier und -larven zu beseitigen, die Ihr Tier erneut befallen könnten. Die Kombination aus Umgebungsmanagement und konsequentem Schutz des Tieres liefert die besten Ergebnisse.
Für Tiere mit Herzwurm-Vorbeugebedarf bieten viele Breitspektrum-Präparate einen kombinierten Schutz gegen mehrere Parasiten in einer einzigen Dosis und vereinfachen so Ihre Routine.
Häufig gestellte Fragen
Wächst das Fell meines Tieres nach einer Floh- oder Zeckenbehandlung wieder nach?
In den meisten Fällen ja. Sobald die Parasiten beseitigt sind und die Haut abheilt, wächst das Fell in der Regel innerhalb weniger Wochen bis einiger Monate nach. Schwere oder lang anhaltende Fälle mit tiefen Hautinfektionen können länger dauern und könnten von einer tierärztlichen Untersuchung profitieren.
Können Haustiere, die drinnen leben, durch Flöhe Alopezie bekommen?
Auf jeden Fall. Flöhe können über Kleidung, Schuhe oder andere Tiere in Ihre Wohnung gelangen. Tiere, die ausschließlich in der Wohnung leben, sind genauso gefährdet, wenn sie nicht konsequent vorgebeugt werden, und eine Flohspeichel-Allergie-Dermatitis kann sich bereits durch wenige Bisse entwickeln.
Woran erkenne ich, ob Haarausfall durch Parasiten oder etwas anderes verursacht wird?
Parasitenbedingter Haarausfall geht in der Regel mit starkem Juckreiz, sichtbarem Flohkot oder Zecken sowie auf den unteren Körperbereich konzentriertem Haarausfall einher. Wenn Ihr Tier symmetrischen Haarausfall ohne Juckreiz zeigt, kann die Ursache hormonell oder autoimmun bedingt sein – eine tierärztliche Untersuchung kann helfen, das Problem genau einzugrenzen.
Ihren Vierbeiner vor Flöhen und Zecken zu schützen ist der einfachste Weg, parasitenbedingter Alopezie vorzubeugen und dafür zu sorgen, dass sein Fell voll und gesund bleibt. Stöbern Sie in unserem umfassenden Sortiment an Floh- und Zeckenschutzprodukten, um das Richtige für Ihren Hund oder Ihre Katze zu finden – und wenn der Haarausfall nach der Behandlung anhält, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, um andere zugrundeliegende Ursachen auszuschließen.
